Cefalu

 

Geschichte
In der Gegend von Cefalù siedelten schon in prähistorischer Zeit Menschen. Der griechische Geschichtsschreiber Diodorus Siculus erwähnte den Ort unter dem damaligen Namen Kephaloidion erstmals 396 v.Chr. Unter römischer Herrschaft hieß die Stadt ab 254 v. Chr. Cephaloedium. Beides bedeutet Haupt oder Kopf und bezieht sich auf die Form der Rocca di Cefalù, auf dem die Siedlung ursprünglich lag.Um 858 n. Chr. wurde die Stadt von den Arabern und 1063 von den Normannen erobert. Unter Roger II. von Sizilien wurde der Stadtkern an den Fuß des Kalkfelsens verlegt und im 12. Jahrhundert erlebte Cefalù seine Blütezeit. In dieser Periode entstand unter anderem die Kathedrale der Stadt.Dort lagerten die Porphyrsarkophage, die der Normannenkönig Roger II. für sich selbst und einen seiner Nachfolger hatte anfertigen lassen. Porphyr war damals sehr schwer zu beschaffen. Friedrich II. ließ die Gebeine seines Vaters Heinrich VI. in einem der Sarkophage bestatten und diesen in den Dom von Palermo überführen, den anderen behielt er sich selbst vor. Diese Überführung wurde vom Klerus in Cefalù sehr ungnädig aufgenommen und abgelehnt, konnte aber nicht verhindert werden. Cefalù wurde später Bischofssitz.

Cefalù ist eine kleine Stadt , die an der Nordküste Siziliens am Fuß des Rocca di Cefalù, ein 270 M hoher Kalkfelsen, liegt. Ihr Name „ Cephaloedium" („Kopf“) oder  "Kephaloidion" stammt von der typischen Form dieses Felsens. Dank ihrer strategischen Lage und der Fruchtbarkeit des Gebiets, wurde Cefalù schon in prähistorischer Zeit besiedelt.  Der Grundriss der Stadt, der durch die Überreste der megalithischen Mauern gekennzeichnet ist, stammt aus dem 5. Jahrhundert v.Chr.  Eins der wichtigsten Monumente ist die Kathedrale, dessen Aufbau unter dem Patronat von Ruggero II im Jahr 1130 begann. Es handelt sich hier um eine der schönsten romanischen Kathedralen der Welt. Sehenswert sind aber auch kleinere Kirchen und Gebäude der Renaissance und des Barocks. Cefalù ist durch wunderschöne Umgebungen geprägt wie z. B. mit Hügel voller Olivenbäumen „a strapiombo sull’acqua“ oder das Sentinella-Viertel von Sant’Ambrogio, ein Stadtbezirk der durch Obstgärten und Weinberge gekennzeichnet ist.